

Unsere Geschichte
Hof vErde ist ein generationsübergreifendes Hofprojekt im Herzen Frankens – und gleichzeitig ein Ort im Wandel.
Der Hof der Familie Schmidtlein wurde über die Jahre hinweg immer weniger landwirtschaftlich genutzt. Als Lilly, die jüngste Generation der Familie, 2018 zurück in das Haus ihrer Großeltern zog, wurde ihr schnell klar: In diesem Ort steckt noch so viel Leben! Gemeinsam mit unserer langjährigen Familienfreundin Cori begann sie im Frühling 2019, den Hof und die Flächen Schritt für Schritt neu zu beleben. So läuteten Lilly und Cori ein neues Kapitel in der Geschichte des Hofs ein: von einer konventionellen, eingeschlafenen Landwirtschaft hin zu einem blühenden, lebendigen und zukunftsfähigen Ort voll Vielfalt, Begegnung und neuer Ideen.
Der alte Familienhof wurde zu Hof vErde – einem Ort, der regenerative Landwirtschaft mit Bildung, Kultur und sozialem Miteinander verbindet. Ein Hof, der in der Region verwurzelt ist und gleichzeitig offen bleibt für Austausch, neue Impulse und gemeinsames Lernen. Im Kern steht Hof vErde für ein ökologisch nachhaltiges Leben in Gemeinschaft und im Einklang mit unserer Umwelt. Aus dieser Haltung heraus ist neben dem landwirtschaftlichen Betrieb in den vergangenen Jahren ein weiteres, ebenso wichtiges Standbein entstanden: unsere gemeinnützige Vereinsarbeit. Seit der offiziellen Vereinsgründung unseres gemeinnützigen Vereins vErde regenerativ e.V. im Januar 2025 bündeln wir unsere Bildungs- und Gemeinschaftsaktivitäten unter diesem Dach. Dazu gehören Workshops, Lernangebote für Jung und Alt sowie internationale Bildungsprojekte – unter anderem im Rahmen von Erasmus+. Hier schaffen wir Räume für Begegnung, Wissensaustausch und persönliche Entwicklung.
Landwirtschaft verstehen wir also nicht nur als Produktion von Lebensmitteln, sondern als Lern- und Erfahrungsfeld für Klimaaktivismus, Verantwortung und gemeinschaftliches Handeln. So arbeiten Betrieb und Verein Hand in Hand – getragen von gemeinsamen Werten, die hier unter dem Dach des Hof vErde ein Zuhause finden.
Bisherige Erfolge
Ein großer Meilenstein war die Umstellung von konventioneller Bewirtschaftung hin zu ökologischer, regenerativer Landwirtschaft. Wir haben den Einsatz von Pestiziden beendet, Maschinen reduziert und begonnen, in Kreisläufen zu denken. Wir haben uns bewusst gegen ein Bio-Siegel entschieden. Nicht, weil wir ökologische Standards ablehnen – im Gegenteil: Wir schätzen die Arbeit von Bio- wie auch konventionellen Betrieben. Unser syntropischer Agroforst-Ansatz basiert jedoch auf anderen Grundprinzipien. Statt Input-Kriterien stehen für uns lebendige Prozesse, Bodenaufbau und Systementwicklung im Mittelpunkt. Diese Arbeitsweise lässt sich nicht eindeutig in bestehende Zertifizierungssysteme einordnen. Durch diese Arbeit hat sich unser großes Feld in Unterschöllenbach (von uns liebevoll „Uschi“ genannt) in den letzten Jahren von einer Sandwüste in ein blühendes, grünes Permakultur– und Agroforstparadies verwandelt!
Durch Mulch- und Gründüngung sowie Humusaufbau mit Biomasse verbessern wir kontinuierlich unsere Böden. Mischkulturen, Blühwiesen und Totholzhecken fördern die Artenvielfalt. Auf Testflächen probieren wir immer wieder neue Ideen aus und lernen jedes Jahr dazu. Mit kunterbunter Gemüsevielfalt aus unserem Market Garden dürfen wir seit mittlerweile vielen Jahren schon nicht nur uns selbst, sondern auch unsere lokale Gemeinde mit frischem, nährstoffreichen Lebensmitteln versorgen.
2022 haben wir mit der Etablierung eines syntropischen Agroforstsystems begonnen, das wir seitdem jedes Jahr schrittweise erweitern. So entsteht auf unserem Acker in Uschi ein mehrschichtiges, resilientes Anbausystem, das Boden aufbaut, Biodiversität stärkt und gesunde Lebensmittel für uns und die Region hervorbringt.
Auch auf sozialer Ebene ist bisher so viel passiert und gewachsen: In den letzten Jahren haben uns über 150 internationale Volunteers begleitet. Menschen aus Deutschland, Europa und der ganzen Welt kamen zu uns, um mit uns zu leben, zu lernen und zu arbeiten. Dieser Austausch prägt unseren Hofalltag bis heute.
Im Januar 2025 haben wir zudem endlich auch unseren gemeinnützigen Verein vErde regenerativ e.V. gegründet. Seitdem bündeln wir dort unsere Bildungsarbeit und gemeinnützige Initiativen und schaffen einen festen Rahmen, um unsere Vision von regenerativer Landwirtschaft, lebendigem Lernen und werteorientiertem Miteinander auch über die Grenzen unseres landwirtschaftlichen Betriebs hinaus langfristig weiterzutragen.
Unsere Ziele
In den kommenden Jahren liegt unser Schwerpunkt klar auf dem weiteren Aufbau unserer syntropischen Landwirtschaft. Wir möchten die bestehenden Systeme pflegen und gedeihen sehen, neue Flächen integrieren und langfristig stabile, mehrschichtige Agroforststrukturen entwickeln, die Boden aufbauen, Biodiversität fördern und gesunde Lebensmittel hervorbringen.
Ein wichtiger Teil davon ist auch die Verarbeitung und Vermarktung unserer syntropischen Produkte. Wir wollen zeigen, dass regenerative Landwirtschaft nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch wirtschaftlich tragfähig sein kann. Unsere Ernte soll zunehmend in hochwertigen, regional vermarkteten Produkten ihren Weg zu den Menschen finden – transparent, ehrlich und mit einer klaren Geschichte hinter jedem Produkt.
Gleichzeitig bleibt unsere gemeinnützige Vereinsarbeit ein zentrales Standbein unseres Projekts und soll in Zukunft weiterhin ausgebaut werden. Im Rahmen von Bildungsformaten, Workshops und internationalen Erasmus+ Projekten wollen wir auch zukünftig weiterhin Lernräume für junge Menschen und Erwachsene bieten, die sich mit Themen wie regenerativer Landwirtschaft, Klimaschutz, Gemeinschaft und nachhaltigem Leben auseinandersetzen möchten. Der Austausch über Ländergrenzen hinweg und das gemeinsame Lernen sollen für uns genauso wichtig bleiben wie die Arbeit auf dem Feld.
Langfristig träumen wir außerdem davon, unsere alten Scheunen zu einer Kultur- und Übernachtungsscheune sowie zu einem Seminarraum auszubauen. Ein Ort für Begegnung, Veranstaltungen und gemeinsames Lernen – fest verwurzelt in der Region und offen für neue Impulse.
Doch Schritt für Schritt.
Im Zentrum steht für uns eine Landwirtschaft, die regeneriert – und eine Gemeinschaft, die mit ihr wächst.

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